Startseite|Gesund, Gewürze nachhaltig, Würzen|Nachhaltig würzen mit Beifuß

Nachhaltig würzen mit Beifuß

Was ist Beifuß?

Würzen mit Beifuß macht Freude. Dazu passen die Heilkräuter hervorragend zum Spätsommer als auch in die Herbst- und Winterzeit. Aber was ist Beifuß eigentlich und wie verwende ich Beifuß richtig? Beifuß gehört zur Pflanzengattung Artemisia. Da die Sorten ähnlich aussehen und die Bezeichnungen nicht immer klar abgegrenzt sind, ist Verwechslungsgefahr groß. Deshalb setzen wir in diesem Beitrag auf vier gängige Arten und ordnen diese bewusst gemäß der wissenschaftlichen Bezeichnung ein.

Wissenschaftliche Bezeichnung (lat.) Bewährte Bezeichnung Alternative Bezeichnung
Artemisia annua Einjähriger Beifuß
Artemisia absinthium Wermut Bitterer Beifuß
Artemisia vulgaris Gewürzbeifuß Gewöhnlicher Beifuß
Artemisia dracunculus Estragon Dragon/ Drachenkraut/ Schlangenkraut

Fahren wir jetzt mit der Wirkung und Verwendung von Beifuß fort. Zunächst lohnt es sich, etwas genauer auf den Geschmack der Sorten einzugehen. Im Anschluss lassen sich zwei Gruppen bilden und Estragon (artemisia dracunculus) können wir von den verbleibenden ausschließen. Denn die Arten Wermut (artemisia absinthium), einjähriger Beifuß (artemisia annua) und Gewürzbeifuß (artemisia vulgaris) schmecken allesamt bitter. Die Intensität und Wahrnehmung des Geschmacks ‘bitter’ nimmt der Aufzählung entsprechend ab. Wohl hat sich auch deshalb der Gewürzbeifuß in vielen Küchen als Gewürz etabliert. Denn seine Bitterkeit ist noch angenehm und ist besonders zum Ausgleich fettreicher Speisen beliebt. Zugleich gibt es auch für Wermut und den einjährigen Beifuß trotz der intensiven Bitternoten einige Verwendungsmöglichkeiten. Dazu folgen gleich weitere Informationen. Hingegen ist Estragon zum Würzen von Speisen beliebt und etabliert.

Ist Beifuß giftig oder ein Heilkraut?

Die Dosis macht das Gift. Das gilt nicht nur für Beifuß, sondern für viele Lebensmittel aus der Natur. Hier lohnt sich ein beispielhafter Vergleich mit den Gewürzen Muskat und Safran. Wer freiwillig drei Muskatnüsse oder mehr als 5 Gramm Safran am Stück verzehrt, wird die Folgen schnell spüren. Folglich wird der Körper wohl spätestens nach der ersten Muskatnuss bereits reagieren. Dabei kann die Reaktion eine starke Übelkeit, gar ein Erbrechen oder den Gang zur Toilette nach sich ziehen. Hingegen sind die üblichen Mengen von Muskat beim Kochen und Backen sehr gesund. Denn beide Gewürze enthalten wertvolle Vitamine und viele Nährstoffe zur Stärkung des Immunsystems. Einige der Inhaltsstoffe beugen sogar Krankheiten vor. Wenn Sie an weiteren Informationen zu den Themen interessiert sind, einfach die Verlinkungen dieser Beiträge anklicken:

Beim Beifuß tritt ein ähnlicher Effekt ein. Hierbei nehmen wir die Geschmacksrichtung ‘bitter’ gleich mit auf. So schmecken Wermut und einjähriger Beifuß bekanntlich besonders bitter. Zugleich können diese beiden Beifußarten gewinnbringend für die Gesundheit sein. Dementsprechend greifen wir nochmal das Beispiel mit Muskat auf. Dieses gibt uns auch hier die Antwort zur Dosierung. Jedenfalls dosieren wir Wermut und einjährigen Beifuß aufgrund der so intensiven Bitterkeit sparsam und folglich auch richtig. Gleichzeitig sollten Sie bereits bei sparsamer Dosierung eine Wirkung spüren. Gehen wir entsprechend mehr auf die Wirkung von Beifuß ein.

Beifuß giftig oder ein Heilkraut

Wermut und einjährigen Beifuß richtig verwenden

Wer Wermut und einjährigen Beifuß richtig verwenden möchte, hört auf sein inneres Gefühl. Wie fühlt sich der Körper an und was passiert im Kopf beim Trinken einer Tasse Beifuß-Tee? Setzt eine Wirkung ein oder schmeckt das Getränk einfach nur bitter? Denn jeder von uns kann das sehr gut beurteilen. In diesem Sinne reisen wir in die Steinzeit zurück. Denn in der Steinzeit wurden wir Menschen vor unreifen Früchten, Blättern und Gemüsesorten genauso gewarnt. Dementsprechend tragen wir diesen urmenschlichen Instinkt in uns. So können wir uns die Frage nach Wirkung und Wohlbefinden fast selbst beantworten.

Kleine Kinder sollte man besser nicht mit ‘bitter’ und Wermut überzeugen. Außer sie mögen es von sich aus. Das bleibt allerdings eher unwahrscheinlich. Denn hinter der Abneigung steckt ein intaktes emphatisches Verhalten in den noch kleinen Körpern. Zugleich drehen sich diese Empfindungen bei vielen erwachsenen Menschen um. Denn spätestens mit der Volljährigkeit können Bitterstoffe sehr wohltuend sein. Entsprechend greifen immer mehr Menschen zu Nahrungsergänzungsmitteln. Wir präsentieren hier eine Möglichkeit, natürliche Bitterstoffe aus nachhaltigen Kräutern wie Beifuß zu gewinnen. Hierzu verbinden wir nochmal die Anleitung aus der Natur: sparsam dosieren, langsam steigern und sich von den eigenen Empfindungen leiten lassen.

Einjähriger Beifuß ist aktuell sehr gefragt und schafft es auch aufgrund der Wirkungen gegen Malaria und Grippeviren in die Presse. Dabei ist das Kraut bereits seit Jahrtausenden bekannt und wird in Fachkreisen als die “Mutter aller Heilkräuter” bezeichnet. Entsprechend legen wir den Fokus weiterhin auf nachhaltig würzen mit Beifuß für Genuss und Wohlbefinden.

Die Wirkung von einjährigem Beifuß (artemisia annua) genießen

Einjähriger Beifuß (auch: artemisia annua) unterstützt den Körper bei der Reinigung. Dazu können das Immunsystem gestärkt und sogar Infektionen behandelt werden. Diese gesundheitlichen Effekte sind vor allem auf die enthaltenen besonderen Antioxidantien zurückzuführen. Wer auf die gesundheitliche Wirkung von einjährigem Beifuß zählt, startet am besten mit einem Getränk. Dabei ist einjähriger Beifuß im Tee ausgesprochen wirkungsvoll und bekömmlich. Wem Beifuß pur zu bitter und auch zu eintönig schmeckt, der setzt auf weitere Kräuter und Gewürze wie Zimtrinde, Bockshornklee, Majoran, Pfefferminze, wilder Rosmarin oder Thymian. Wenn noch etwas Süße fehlt, dann einfach ein paar Fruchtstücke in Würfelgröße schneiden und hinzugeben. Für die Spätsommer, Herbst- und Wintermonate passen regionale Obstsorten wie Birne, Apfel und Quitte wunderbar. Mehr Informationen über Würzen mit einjährigem Beifuß stehen hier:

Einjähriger Beifuss als Trinkkur
Würzen mit einjährigem Beifuß

Wie schmeckt Wermut (artemisia absinthium)?

Wermut ist vor allem wegen des hochprozentigen Getränkes Absinth bekannt. Absinth war lange Zeit verboten. So war das Getränk Ende des 19. Jahrhunderts besonders in Paris populär. Folglich führte der Überkonsum führte zum Verbot. Allerdings sollte die Ursache nicht auf den Wermut, sondern auf den übermäßigen Konsum von häufig minderwertigem Alkohol zurückgeführt werden.

Wermut wirkt auch sehr gut bei Verdauungsbeschwerden. Zugleich regt Wermut den Appetit an. Eigentlich lässt sich Wermut ähnlich einsetzen wie der einjährige Beifuß. Es ist ratsam, der gleichen Gewürztee-Empfehlung zu folgen. Dementsprechend einfach den einjährigen Beifuß durch Wermut zu ersetzen. Zudem kann Wermut tatsächlich auch beim Kochen verwendet werden. Aufgrund der intensiven Bitterstoffe stets mit einer Messerspitze starten und über die Zeit nach Belieben mehr dosieren. Mitunter passt Wermut zu Fisch, Lamm- und Schweinefleisch. Mehr über Würzen mit Wermut steht hier:

Würzen mit Wermut

‘Beifuß’ als Gewürz oder Gewürzbeifuß zum Würzen verwenden?

Gewürzbeifuß (artemisia vulgaris) oder auch gewöhnlicher Beifuß genannt, ist in unseren Küchen etabliert und passt besonders gut zu fettigen Speisen. Die noch angenehm bitteren Aromen harmonieren wunderbar zum Gänsebraten. So passt Gewürzbeifuß besonders gut in die Weihnachts- und Winterzeit. Auch beim gewöhnlichen Beifuß sollte sparsam dosiert werden, um dem Gericht keine Bitternote aufzudrängen.

Art der Ernährung (Auszug) Passende Gerichte Empfohlene Beifuß Alternative
Allesesser Gänsebraten (fetthaltige Gerichte) Wermut
Vegetarische Ernährung Fettiger Fisch Estragon
Vegane Ernährung Erbsen, Zwiebeln und Linsen Estragon
Rohkost Ernährung Smoothies mit Wildkräutern, Datteln oder Früchten Einjähriger Beifuß

Auch für Vegetarier ist der Gewürzbeifuß interessant und ganz besonders zu fettigem Fisch. Der gewöhnliche Beifuß macht Speisen bekömmlicher und harmoniert wunderbar bei fetthaltigen Gerichten. Als gleich sich für die vegane Ernährung Gewürzbeifuß mit Erbsen, Zwiebeln und Linsen gut kombinieren lässt. Wenn es doch zu bitter ist, dann auf Estragon umsteigen. Im Smoothie mit Rohkost Zutaten kann die noch bittere Alternative mit dem einjährigen Beifuß sehr gut und bekömmlich schmecken. Allerdings nimmt jeder von uns den Geschmacks ‘bitter’ anders wahr. Dazu kommt noch unsere Tagesform und die Tageszeit. Hingegen schmeckt Estragon nahezu gar nicht bitter und gibt als klassisches Küchenkraut eine wunderbare Würze in die Gerichte.

Würzen mit gewöhnlichem Beifuß

Was ist Estragon für ein Gewürz?

Estragon (artemisia dracunculus) lässt sich vielseitig verwenden. Die süßlich-herben Aromen passen wunderbar zu Braten, Saucen, Dips oder Gemüse. So baut sich die Brücke zum Gewürzbeifuß. Zwar trägt auch Estragon leichte Bitternoten in sich. Aber Estragon überzeugt viel mehr dadurch, Speisen ebenso bekömmlicher zu machen und die Verdauung anzuregen.

Zudem lässt sich Estragon wunderbar kombinieren. Auch deshalb ist das “französische Kraut” ein festes Mitglied in Gewürzmischungen wie Kräuter der Provence. Des Weiteren ist Estragon nicht nur in Frankreich, sondern in vielen Ländern der Erde sehr beleibt. So werden mit dem aromatischen Kraut in arabischen Ländern, China, Russland und in weiteren asiatischen Regionen viele Gerichte verfeinert. Zudem lassen sich etablierte Kräuter und Gewürze mit Estragon sehr gut kombinieren. So passen Majoran, Oregano, Rosmarin, Thymian, Dillspitzen, Königsbasilikum und Muskatnuss wunderbar.

Soll Estragon frisch oder getrocknet verwendet werden? Hierbei kommt wieder stark auf den Verwendungszweck an. Wenn Saison ist, schmeckt frischer Estragon intensiver. Dann diesen unbedingt gleich verwenden und nicht lange aufbewahren. Hier können Sie noch mehr über Würzen mit Estragon erfahren:

Würzen mit Estragon

Nachhaltig würzen mit Beifuß

Beifuß liebt die Sonne. Dazu mag Beifuß nährstoffreiche Böden. So kann Beifuß vielerorts gut wachsen. Zugleich lässt sich die Geschmacksqualität durch Erfahrung beim Anbau weiter steigern. Dementsprechend unterstützen Biodiversität mit viel Sonne die Ausgewogenheit, Reinheit und Nährstoffdichte vom Beifuß. Übrigens stellen wir hier zu den Themen Nachhaltigkeit und Würzen weitere Informationen zur Verfügung:

Zuletzt weisen wir auf das Beifuß-Set Artemisia Heilkräuter hin. Denn dieses Paket enthält alle vier beschriebenen Beifuß-Arten. So kann das Set als wunderbarer Einstein als auch eine Ergänzung dienen. Denn Würzen mit besonderen Kräutern und Gewürzen macht Freude und tut gut.

Wenn Ihnen der Beitrag gefällt, würden wir uns sehr über Ihren Kommentar oder Ihre Weiterempfehlung freuen.

Heilkräuter Artemisia Paket
Gewuerzset Artemisia mit vier Beifuss Arten

Leave A Comment

Ähnliche Blogbeiträge