Alles über Chili – Gewürzwissen prüfen und schärfen!

Chili liebt die Sonne und unterschiedliche Chilisorten wachen überall auf der Welt. So kommen Bird Eye Chilis (auch: Bird’s Eye) häufig aus afrikanischen Ländern, die Chilisorte Piri Piri (auch: Pili Pili) oft aus Südeuropa und Habaneros aus Mexiko bzw. Lateinamerika. Folglich haben Chilis keinen regionalen oder gar Länderfokus. Vielmehr sind die vielen Sorten über viele Orte der Erde verteilt. Die Bezeichnungen sind oft unterschiedlich. So werden “Chilis” in Tunesien als “Paprikas” bezeichnet. Dementsprechend werden “hot & sweet” Paprikas unterschieden. Unabhängig von der Wortwahl gelingt die Klassifizierung gut über den Schärfegrad. Dieser wird in Scoville angegeben.

So bewegt sich beispielsweise das Paprika rosenscharf am unteren Rand der Scala, während Sorten wie Bird Eye oder Piri Piri im oberen Schärfebereich einzuordnen sind. Richtig scharf sind Habaneros und den ersten Platz hält zurzeit die Carolina Reaper. Allerdings kommen stets neue scharfe Sorten auf den Markt. Unangefochten bleibt das in Chilis enthaltene Alkaloid Capsaicin, das die Schärfe im Wesentlichen prägt. Reines Capsaicin bleibt ungenießbar und wäre im Konsum tödlich. In Chilis und wohl dosiert extrahiert ist es jedoch sehr gesund.

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Chili und Gewürze treffend kombinieren

Verwendung von Chili Passende Gewürze Chili für die Gesundheit
Gemüse Vanilleschote Stärkt das Immunsystem
Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte Oregano Hilft beim Abnehmen
Saucen Fleur de Sel Hilft bei Muskelschmerzen
Früchte, Schokolade Pfefferminze Enthält viel Vitamin A
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Chili harmoniert mit nahezu allen Gewürzen. Dabei setzt sich die Schärfe der Chili leicht in den Vordergrund. Dementsprechend sollten Sie beim Würzen mit Chilischoten nicht zusätzlich zu viel echten Pfeffer verwenden. Hingegen passt die Kombination mit süß und salzig hervorragend. Außerdem schmeckt Chili mit sauren Früchten wie Zitrone oder Limette ausgezeichnet. Denn in diesen Früchten steckt nicht nur Säure, sondern eben auch Süße. Genau das wird benötigt, um die Schärfe der Chilischote einzufangen und zugleich die wunderbaren Fruchtaromen der Chili zu entfalten.

Chilis vielseitig verwenden

Es können die ganzen Chilischoten verwendet werden – frisch oder getrocknet. Abhängig von Sorte, Größe und Schärfegrad können getrocknete Chilischoten mit dem Messer oder der Hand nach Belieben zerkleinert werden. Oft steckt auch viel Schärfe in den Kernen. Besonders bei frischen Schoten lassen sich die Kerne einfach entfernen. Oder eben nicht – frei nach den gewünschten Bedürfnissen. Zudem lassen sich Chilischoten wunderbar in Chiliöl einlegen oder in frischen Pasten als auch Gewürzmischungen verarbeiten. Rote Currys oder die afrikanische Gewürzmischung Berbere bekomme ihre Farbe im wesentlichen durch die eingesetzten Chilis. Chiliflocken sind sehr praktisch zum Nachwürzen. Auch lässt sich die Schärfe beim Würzen mit Flocken gut kontrollieren. Chilipulver passt besonders gut zum Verfeinern von Speisen oder auch als gezielte Zugabe zum Schärfen von Gewürzmischungen.

Rezeptideen und woher kommt Chili con Carne eigentlich

Mit Chilischoten lassen sich viele Gerichte wunderbar verfeinern. Nehmen Sie eine Chilischote Piri Piri für eine schön pikante Schärfe. Wenn Sie zwei oder gar drei Schoten verwenden, werden Ihre Gerichte bereits richtig scharf. Dabei ist auch entscheidend, ob Sie die Schote am Anfang oder gegen Ende hinzugeben. So können Sie pikante Saucen auch zu Beginn mit einer kleinen Chilischote verfeinern. Allerdings sollten Sie zunächst besser auf mehr Chili verzichten, denn Nachwürzen geht immer.

Chili passt fast überall dazu – in Salate, Dips, leichte Saucen, Marinaden, auf Gemüse, Ei, Käse oder im Schokoladeneis. Die Schärfe der Chilis ist kein Geschmack, sondern ein trigeminaler Reiz. Dieser Reiz versteht sich allerdings blendend mit vielen Geschmacksrichtungen. Entsprechend lässt sich Chili ausgezeichnet mit süß, salzig oder sauer verbinden. So passen Chili und Zitrone wunderbar oder Chilisalz auf Früchten wie Mango und Ananas.

Chiliflocken auf Ananas geschnitten

Wie viel Scoville hat die schärfste Chili der Welt?

Scoville misst die Schärfe der Chili und somit den Anteil am Capsaicin. Dabei ist Chili ca. 20 mal schärfer als eine Gemüsepaprika. Auch Chili ist eine Paprikasorte, nur eben eine Scharfe. Da es viele Chilisorten gibt, gibt es entsprechend viele unterschiedliche Schärfegrade. Wenn wir die Chilisorten nach Schärfe bewerten, ist die vom gleichnamigen Pharmakologen Wilbur Scoville entwickelte “Scoville-Skala”bestens geeignet. In dieser befinden sich beispielsweise

  • die Gemüsepaprika in der Skala zwischen 0 und 10
  • eine Piri Piri zwischen 50.000–100.000
  • Habaneros auf jeden Fall über 100.000

Und im Bereich über 100.000 ist es bereits richtig heiß! Aber es geht tatsächlich noch heißer. Lange galt die Carolina Reaper mit über 2 Millionen Scoville als die Schärfste, aber inzwischen sollen bereits Sorten mit über 3 Millionen verfügbar sein. Unerreichbar und zugleich stets ungenießbar bleibt stets das reine Capsaicin mit ca. 16 Millionen Scoville.

Löst der Reiz der scharfen Chilischote auch bei Ihnen die Lust zur Verwendung aus? Das ist nicht verwunderlich. Denn schmackhafte Chilischoten haben einfach verlockende Aromen und Schärfe kann süchtig machen. So lassen sich Schoten wie die Piri Piri ausgezeichnet mit Zitrone, Limette, Kokosmilch und Gemüse kombinieren. Dabei sorgt das Capsaicin für die Schärfe. Je mehr Capsaicin in einer Chilischote, desto mehr Schärfe sollten Sie spüren. Allerdings können Sie Schärfe beispielsweise mit Kokosmilch auch ausgleichen und somit das Schmerzempfinden reduzieren.

Ist Chili gesund?

Chilis sind sehr gesund. Dabei überzeugen frische Chilis v.a. mit Vitamin C und viele Sorten der getrockneten roten Chilis mit Vitamin A. Zudem tut die wärmende Schärfe dem Herzkreislauf und auch der Verdauung gut. Die Aussage, dass Chilis bzw. die Schärfe dem Magen nicht wohl bekommt, stimmt nur selten. Selten liegt eine Unverträglichkeit vor oder Schärfe bekommt einfach nicht gut. Dann sollte auch verzichtet werden. Zumeist sind es aber die Zusatzstoffe in beispielsweise scharfen Saucen, die ein Unwohlsein auslöst. Zudem wirken Chilis antibakteriell und stärken das Immunsystem. Besonders in asiatischen Ländern ist es üblich, bei Schlappheit einer möglichen Krankheit zuvorzukommen. Denn die Schärfe räumt im Inneren auf und sorgt zugleich für ein Ausschwitzen.

Das Capsaicin der Chili treibt die Vitamine in die Höhe

Chili ist gesund. Wenn Sie gerne scharf essen, dann tun Sie dies stets ohne schlechtes Gewissen. Denn mit hochwertigen Chilis regulieren Sie Ihre Verdauung, stärken Ihr Immunsystem und nehmen Vitamine wie A oder C zu sich. Zudem kann Sie Chili beim Gewichtsausgleich unterstützen, gegen Muskelschmerzen und Rheuma helfen. Außerdem ist Chili gut für den Herzkreislauf. Wenn Sie mehr über Chili und die Gesundheit von Gewürzen erfahren möchten, empfehlen wir diesen Beitrag.

Gewürze als Medizin

Wie viele Chilisorten gibt es? Die Herkunft der Schoten

In vielen Ländern gehören Chilis zur alltäglichen Küche. So sind in Tunesien frische Chilipasten sehr beliebt, die gerne in Verbindung mit Olivenöl angesetzt werden. Denn Tunesien hat so viele Olivenbäume. Mittlerweile bekannt und zurecht sehr beliebt, ist die Chilipaste Harissa, mit der sich so viele Gerichte verfeinern lassen. Logischerweise hat jede Familie oft ihr eigenes Rezept. Ich probierte eine leckere Paste in einem kleinen Restaurant in der heiligen Stadt Kairouan. 

Chilischoten in der Natur

In Nepal schmeckt’s auch oft würzig und scharf. Hier wird Chili gerne mit vielen weiteren Gewürzen wie dem Himalaya-Pfeffer, Grapefruitpfeffer, Ingwer oder Kurkuma kombiniert. Obwohl die Speisen oft viel Schärfe enthalten, sind sie sehr bekömmlich und so lecker. Nach einer langen Reise so eine frische Mahlzeit bei Sonnenuntergang genießen – einfach ein wunderbares Gefühl.

Chilipulver, Chiliflocken oder Chilischote kaufen und genießen

Einige Chilisorten wie die Piri Piri zeichnen sich durch fruchtige, andere wie die Bird Eye eher durch eine feurige Schärfe aus. Wiederum andere Sorten schmecken pikant, geprägt durch eine nur leichte Schärfe. Es lohnt sich, verschiedene Chilisorten zu probieren, um die Aromen treffend einzusetzen.

Die Chilischote Piri Piri von roots. kommt von der sonnenverwöhnten Insel Kreta. Diese kleinen scharfen Schätze schmecken auch herrlich fruchtig. Ganz gewiss nehmen die Anbaubedingungen mit natürlicher Sonnentrocknung als auch die Nähe zum Mittelmeer Einfluss auf den einzigartigen Geschmack. Probieren lohnt sich auf alle Fälle.

Die Schote für dieses Chilipulver gedeiht in einer sehr ländlichen Region bei trockenen und heißen Sommermonaten fernab der Zivilisation. Diese Bedingungen erzeugen eine angenehm direkte Schärfe. In der tunesischen Küche wird viel mit den scharfen Schoten gekocht. Die traditionelle Harissa lässt sich hervorragend mit diesem Chilipulver verfeinern. Für langanhaltenden scharfen Genuss, das Pulver bevorzugt trocken und licht-geschützt lagern. So meidest Du vorschnelle Klumpenbildung oder den Verlust der roten Farbe.

Chiliflocken sind schnell zur Hand und geben perfekt etwas Schärfe dazu. Die Flocken warten schon voller Sehnsucht auf den Einsatz. Die Chiliflocken aus der Region Kairouan wurden von der Sonne verwöhnt. Ferner gedeihen sie sehr abgelegen im Landesinneren Tunesiens. Einfach direkt würzen aus dem roots. Gewürzglas oder ein paar Flocken auf einen Teelöffel geben.

Wir wünschen viel Freude beim Würzen mit Zimt, freuen uns über Fragen oder Anregungen hier im Kommentarfeld und geben mit dem Beitrag woran erkenne ich gute Gewürze noch eine passende Leseempfehlung mit.

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