Cold brew Gewürze und Kräuter sind eine spannende Idee für heiße Sommertage. Gewürze wie Safran und Zimt oder Kräuter wie Minze oder Basilikum einfach kalt aufgießen. Dann ein paar Stunden gekühlt ruhen lassen und die eiskalte Erfrischung genießen. Woher kommt die Idee? Cold Brew Kaffee steht voll im Trend. Aber warum sollte nicht auch Potenzial in exotischen Gewürzen und schmackhaften Kräutern stecken? Ich starte gleich mit ein paar Hintergründen zum Cold Brew, dann folgt die Brücke zu den Gewürzen und abschließend gebe ich ein paar Empfehlungen zur einfachen Umsetzung. Viel Spaß beim Lesen und Genießen!

Was ist Cold Brew?

Mit dem Begriff ‘Cold Brew’ verbindest du sicherlich kalten Kaffee. Das stimmt: im Gegensatz zu anderen Methoden wird der Cold Brew Kaffee mit kaltem Wasser zubereitet. Zudem zieht der gemahlene Kaffee im kalten Wasser wesentlich länger, sogar hin und wieder bis zu 24 Stunden. Tatsächlich bereiten viele Japaner schon seit Jahrhunderten ihren Kaffee auf die kalte Art zu. Höchstwahrscheinlich hat Cold Brew Kaffee seinen Ursprung auch in Asien. Es wahren wohl die Seefahrer im 17. Jahrhundert, die mit der Entdeckung Kaffee experimentierten. Definitiv wird dem Cold Brew Kaffee ein wesentlicher gesundheitlicher Vorteil nachgesagt: Der Kaffee enthält weniger Säuren und Bitterstoffe, da sich diese nicht so leicht mit kaltem Wasser verbinden. So wird der Cold Brew Kaffee auch bekömmlicher.

Zum Mengenverhältnis und zur Ziehzeit gibt es keine exakte Vorgabe, sondern Richtwerte wie “mindestens 10 bis maximal 24 Stunden” und das “Verhältnis Kaffeepulver zu Wasser sollte ungefähr 1:5 sein”.

Cold Brew Gewürze und Kräuter – was steckt dahinter?

Grundsätzlich tauschen wir einfach Gewürze und Kräuter mit der Zutat Kaffee aus. Danach gießen wir ebenso kaltes Wasser auf und lassen die Gewürze und Kräuter gekühlt ziehen. Anfangs mag dieses Verfahren – wohl ähnlich wie beim Cold Brew Kaffee – etwas ungewohnt wirken. Bist du sicher gewohnt, schmackhafte Kräuter mit heißem Wasser für den Tee zu übergießen. Tatsächlich besteht eine wichtige Gemeinsamkeit mit dem heißen Aufguss: Die Auswahl und Zusammensetzung  hochwertiger Kräuter und Gewürze muss passen. Eben hier liegt der wesentliche Unterschied zum Cold Brew Kaffee, wo mit einer Zutat – eben Kaffee – gearbeitet wird. Das hat zum Vorteil, sich voll und ganz auf die Auswahl, Qualität und Zubereitung dieser einen Zutat zu fokussieren.

Safranblüte in der Natur kurz vor der Ernte

Safranblüte in der Natur

Hingegen kannst du mit Kräutern und Gewürzen schier grenzenlos aromatische Kombinationen entwickeln. Somit ist der Cold Brew Gewürze und Kräuter komplexer und zugleich facettenreicher. Auch deshalb starte ich bei den Empfehlungen mit maximal drei Zutaten. Experimentiert habe ich mit wesentlich mehr Kräutern und Gewürzen. Fürs erste Erfolgserlebnis ist weniger oft mehr und jeder von uns hat auch andere Geschmacksvorlieben, die es zu entdecken gilt.

Cold Brew Gewürze und Kräuter – wie lege ich los?

Meine Empfehlung für die warmen Sommermonate: richte den “Cold Brew Gewürze und Kräuter” vor dem Schlafen gehen oder am Morgen nach dem Aufstehen an. So kannst du das Ergebnis direkt am Morgen oder nach Feierabend genießen. Je länger die Kräuter und Gewürze ziehen, desto intensiver werden die Aromen. Allerdings ist auch entscheidend, welche Kräuter und Gewürze verwendet werden. Außerdem reicht für die meisten natürlichen Kräuter und Gewürze eine Ziehzeit von 8 bis 12 Stunden aus. Wie beim Cold Brew Kaffee dürfen einige Zutaten auch mal 24 Stunden ziehen. Länger als 36 Stunden würde ich keine der Kräuter und Gewürze ziehen lassen, da sonst besonders die Stoffe dominierender Kräuter oder Gewürze zu sehr in den Vordergrund drängen. Darunter leidet die Harmonie in Aroma und Geschmack.

Nach Abschluss der gewünschten Ziehzeit hast du grundsätzlich zwei Möglichkeiten: pur genießen oder etwas Mineralwasser für den Frischeeffekt dazugeben.

Wenn Eiswürfel, dann sehr sparsam verwenden, um ein Verwässern zu vermeiden. Abraten möchte ich vom Verdünnen mit stillem Wasser aus der Flasche oder vom Hahn. Dann ist es besser, das Mischverhältnis nochmal zu optimieren oder die Ziehzeit zu verlängern.

Industriezucker hat in einem guten Cold Brew Gewürze und Kräuter nichts zu suchen. Alternativen wie Kokosblütenzucker, etwas Honig oder frische Früchte können das Getränk jedoch bereichern. Ebenso Säfte oder ein wenig Sirup aus Apfel, Birne oder Traube für eine schöne ergänzende fruchtige Süße. Zugleich bleibt für den Einstieg die Empfehlung ‘weniger ist erst mal mehr’. Auch sind meine Hinweise nur Empfehlungen und keine Vorgaben. Zudem spezialisieren sich meine Beschreibungen auf getrocknete Kräuter und Gewürze. Selbstverständlich darf anstelle getrockneter Pfefferminze auch frische Pfefferminze verwendet werden. Das Ergebnis wird dann wohl etwas anders sein. Auch das Mischverhältnis und die Ziehzeit ändern sich höchstwahrscheinlich.

Cold Brew Gewürze und Kräuter

Cold Brew Gewürze und Kräuter

Die Verbindung durch natürliche Kräuter und Gewürze mit dem Genuss

Natürliche Kräuter und Gewürze sind ein Geschenk der Natur. Jetzt gibst du den Naturprodukten noch mehr Zeit sich mit dem Element Wasser zu verbinden. Noch spannender wird der natürliche Vorgang beim Einsatz von Kräutern und Gewürzen, die harmonieren oder sich ergänzen. Dabei darf gerne ein Kraut oder ein Gewürz etwas im Vordergrund stehen. So entsteht eine perfekte Verbindung zum gesunden Genuss direkt aus der Natur. Einfach ausgezeichnet, um Kräuter und Gewürze mit den persönlichen Geschmacksvorlieben zu kombinieren. Im Ayurveda nehmen Kräuter und Gewürze eine wichtige Rolle ein. Diese Lehre ist ganzheitlich, natürlich und ganz nah bei der Natur und am Menschen. Auch deshalb gelingt die Verbindung von Geschmack, Genuss und Gesundheit so gut mit natürlichen Kräutern und Gewürzen.

Cold Brew mit Pfefferminze

Starten wir jetzt mit getrockneter Pfefferminze. Einfach ein Teelöffel Pfefferminze in ein Gefäß geben und ca. 400 ml Wasser aufgießen. Dann 8 bis 12 Stunden im Kühlschrank oder an einem kühlen Ort ziehen lassen. Beim Klassiker Pfefferminze wird der Geschmack am nächsten Morgen oder am Abend wohl kaum überraschen – vertraut, erfrischend und lecker. Wichtig ist die Verarbeitung einer ausgezeichneten Qualität.

Pfefferminze wirkt kühlend. Deshalb ist es spannend, aufbauend auf dieser Eigenschaft passende Aromen zu ergänzen.

Cold Brew mit Pfefferminze

Cold Brew mit Pfefferminze

Cold Brew mit Basilikum, Zimt und Safran

Wir bauen auf der erfrischend kühlen Pfefferminze auf und geben getreu dem “Ying-Yang-Prinzip” ein wärmendes Gewürz hinzu. Dafür bietet sich zum Beispiel die Zimtrinde an. Besonders die Zimtart Ceylon bringt die erforderliche milde Schärfe und zugleich eine angenehm natürliche Süße mit dazu. Anders als Zimtrinde Cassia, bleibt die Zimtrinde Ceylon mehr im Hintergrund. Genau das wollen wir für die erste Kombination erreichen: Die Pfefferminze bleibt im Mittelpunkt, aber steht nicht mehr alleine. Da Kräuteraromen auch gekühlt fantastisch schmecken, geben wir noch etwas getrocknetes Basilikum hinzu. Hier eignet sich besonders Königsbasilikum – ein angenehm mildes Basilikum der Tulsi-Familie. Hast du gewusst, dass Basilikum seinen Ursprung in Indien hat? Getrocknetes Königsbasilikum schmeckt milder als Pfefferminze und genau diese Aromen brauchen wir. So haben wir dezent und harmonisch ein paar Kräuternoten ergänzt. Fassen wir die Varianten zusammen für eine Ziehzeit von 8 bis 12 Stunden auf ca. 400 ml Wasser:

  1. 2 Teelöffel Pfefferminze getrocknet (unbedingt biologisch/ unbehandelt)
  2. 1 Teelöffel Pfefferminze + 3-4 Zimtrinden + 1 Teelöffel Königsbasilikum
  3. 1 Teelöffel Pfefferminze + 3-4 Zimtrinden + 4-5 Safranfäden

Die dritte Variante ist neu. Hier wagen wir uns etwas nach Vorne. Safranfäden sind exklusiv und stehen gerne für sich. Die Pfefferminze trägt ebenso starke Geschmacksnoten in sich. Safranfäden wärmen und Pfefferminze kühlt. So bringen wir beides zusammen. Da die Safran-Aromen hierzulande noch nicht so vertraut sind und es tatsächlich etwas dauert, bis wir uns an diese faszinierenden Geschmackskomponenten gewöhnt haben, halten wir auch beim 3. Beispiel zunächst den Fokus auf der Pfefferminze. Wenn dich das Safran-Aroma fesselt, ändere das Mengenverhältnis und erhöhe um 2-3 Fäden und reduziere die Menge an Pfefferminze um 30 bis 50 %. Die Menge an Zimtrinde würde ich beibehalten. Zimtrinde und Safranfäden harmonieren. Das ist gut für die Harmonie dieser Variante.

Cold Brew mit Zimtrinde Ceylon

Cold Brew mit Zimtrinde Ceylon

Fazit

Es gibt viele Möglichkeiten Gewürze und Kräuter im Cold Brew Verfahren zu kombinieren. Für den Einstieg wollte ich dem Thema eine Plattform bieten zur einfachen und schnellen Umsetzung. Hat dir der Beitrag gefallen? Teile deine Meinung und ergänze gerne weitere Ideen. Magst du direkt loslegen? Wir haben hier das passende Angebot. Willst du mehr erfahren über natürliche Gewürze und Kräuter? Schau gerne regelmäßig auf unsere Seite roots-natural.com